Liebe Mitglieder des Kulturförderkreis der EMPORE Buchholz,

nun besteht unser Verein bereits 1 Jahr. Doch was ist passiert? - Leider so gut wie nichts!
Das haben wir uns natürlich auch anders vorgestellt. Aber Corona hat auch uns eingeschränkt.
Alle geplanten Aktivitäten wurden heruntergefahren. Keine Veranstaltung, kaum Kontakte, geschlossene EMPORE. Dennoch konnten wir einige Interessenten als neue Mitglieder gewinnen. Darüber freuen wir uns sehr.
Und so starten wir dann ins neue Jahr mit der Zuversicht auf eine kulturelle Wiederbelebung.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und friedliches Weihnachtsfest sowie beste Gesundheit für das kommende Jahr. Dann können wir hoffentlich endlich sagen: „Wir sehen uns in der EMPORE Buchholz!“

Mit freundlichen Grüßen

Kulturförderkreis EMPORE Buchholz
Gunter Heise (Vorsitzender des Vorstandes)

Buchholz, 21.12.2020

Die für 9.11.20 geplante Veranstaltung kann leider nicht stattfinden. Sobald ein neuer Termin gefunden wurde, informieren wir Sie hier und auf www.empore-buchholz.de .

Ein Leben nach dem Holocaust

Zeitzeuge Ivar Buterfas-Frankenthal im Gespräch mit Sabine Rein (NDR Info)

DER SPIEGEL schreibt: „Der kleine Ivar ist auf dem Heimweg, als sie ihn abfangen, gerade hat er für 20 Pfennig Kuchenrinde beim Bäcker gekauft. Seine Peiniger treten und ohrfeigen den Sechsjährigen, zwei halten ihn fest, verletzen ihn mit einer Zigarette am Oberschenkel. Dann werfen sie Pappe und Papier in einen Lichtschacht, zünden alles an, stellen Ivar auf einen Gitterrost. "Jetzt lasst uns den Judenjungen rösten", johlen die Jungen. Sie lassen erst von ihm ab, als Ursel auftaucht, Ivars große Schwester. "Die hatte Arme wie ein Catcher. Wo Ursel hingehauen hat, da wuchs kein Klee mehr", erzählt der betagte Mann. Über 80 Jahre ist es jetzt her, dass Halbwüchsige ihn vor einer Bäckerei im Hamburger Arbeiterviertel Horn anzünden wollten. Weil er der Sohn eines Juden war, ein "Halbjude" in der kruden Rassenarithmetik der Nationalsozialisten.“

Seine Geschichte hat der inzwischen im Landkreis Harburg beheimatete Ivar Buterfas-Frankenthal im Lauf der Jahre in mehr als 1.500 Veranstaltungen in Schulen, Sälen und Theatern erzählt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten legt er Zeugnis ab, unermüdlich erhebt er seine Stimme gegen rechts. Sein Geist ist hellwach, die Augen blitzen. Doch altersbedingt kann der 87jährige nicht mehr alle Anfragen für Auftritte beantworten. Umso mehr freuen wir uns, dass Ivar Buterfas-Frankenthal am 9. November, einem Schicksalstag der Deutschen, nach Buchholz in die EMPORE kommt, um als einer der letzten Zeitzeugen über seine Erlebnisse zu berichten. Der 9. November 1938 gehört zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte. In der "Reichspogromnacht" brannten jüdische Geschäfte und Synagogen. Das Pogrom steht für den Antisemitismus in Deutschland und den Wandel hin zu einer Entwicklung, die mit Millionen Toten in den Konzentrationslagern der Nazis endeten.

Moderiert wird der Abend von der langjährigen NDR-Info Moderatorin Sabine Rein. Dabei wird auch auf Fragen aus dem Publikum eingegangen. Die Eintrittskarten kosten 12,50 € und sind erhältlich an der Theaterkasse der EMPORE Buchholz, über das Kartentelefon 04181-287878 oder online unter www.empore-buchholz.de

Der Förderkreis-Vorstand mit Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse - Foto: C.Panek

Ihr Engagement ist willkommen!

 

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JAHRESBEITRÄGE

Einzelperson        60,00 €
Paare                     90,00 €
Unternehmen   150,00 €

 

Kontakt: info[at]foerderkreis-empore.de

 

Der Verein Kulturförderkreis EMPORE Buchholz e.V. ist als gemeinnützig anerkannt.
Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerabzugsfähig.
Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.